Der Hof

Nach längerer Suche nach einem geeigneten Objekt, fanden und kauften wir 2009 diesen typisch fränkischen Hof in der nördlichen Fränkischen Schweiz.

Gelbsreuth ist ein Ortsteil von Wonsees und hat knapp 100 Einwohner.Haus_vor_1939

Die Anfänge unserer Hofstelle gehen auf das erste Haus aus dem Jahre 1807 zurück. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der Kern unserer Scheune.

Die zentrale Lage in der Nähe von Hüle und ehemaliger Schmiede lässt vermuten, dass es sich um eines der ersten Häuser des Dorfes handelt.

Alte Dokumente und insbesondere die Ausstattung des Hauses zeigen, dass die Familie Maisel schon immer über entsprechende Geldmittel verfügte.

So wurde dann nach der Erweiterung der Scheune im Jahre 1903 im Jahre 1939 das Haus massiv umgebaut: Der vorhandene Dachstuhl mit dem großen hofseitigen Zwerch wurde abgetragen und ein neues Stockwerk samt eineinhalb stöckigem Dachgeschoss aufgesetzt.Haus_nach_1939

1958 folgte der Anbau eines großen Stalles an die Scheune und damit auch die Umwandlung des ehemaligen Hausstalls in Wirtschaftsräume. Aus dieser Zeit müsste auch der Einbau eines Bades stammen.

Bis 1951 erfolgte die Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser noch über eine große Dachzisterne. Erst dann wurde das Dorf an das Wassernetz angeschlossen. Das Anwesen verfügte zusätzlich über einen eigenen Brunnen, der auf die wasserführenden Schichten, die auch die Hüle versorgten, abgeteuft war. Nach einigen trockenen Jahren versuchte man durch weiteres Abteufen dem Brunnen wieder Wasser zu zu führen, was aber nicht gelang. So wurde der Brunnen mit Bauschutt vom Abriss und Neubau des Nachbarhauses verfüllt.

Die letzten Baumaßnahmen dürften die Neuverbretterung der Scheunensüdseite (80er), der Einbau von Isolierglasfenstern im Obergeschoss (70er) und der neue Fassadenputz (90er) samt Farbgestaltung gewesen sein.

Im Inneren erfolgten so gut wie keine Umbauten, so dass wir im Wohnbereich des Erdgeschosses noch die Grundrisse von 1807 vorfanden. Der Stall im EG war ja bereits umgebaut und wird von uns weiterhin als Wirtschaftsräume genutzt. Zum Teil sind noch die alten Kappendecken vorhanden. Der große Kachelofen dürfte um 1900 den alten, vermutlich offenen Ofen ersetzt haben.

Die oberen Stockwerke sind nahezu noch im Originalzustand von 1939. Insbesondere die Holzböden und die Wandanstriche waren noch im Urzustand.